Florenz 11.10. bis 19.10.2025
Samstag, 11. Oktober 2025
Da wir am Freitagabend mit Packen nicht fertig geworden sind, müssen wir am Samstagmorgen noch einiges erledigen. Wasser einfüllen, Nummernschilder wechseln, Salat und Lauch waschen und fertig beladen.
Um 9:40 Uhr fahren wir endlich los. Der Himmel ist bewölkt bei 10°.
Unser erster Stopp ist Lanthen um Diesel zu tanken. Danach fahren wir nach Fribourg zur Autobahnauffahrt. Bis zum Relais St. Bernhard ist es eine knappe Stunde. Bei der Abzweigung ins Wallis haben wir etwas Stau. Kurz nach 11 Uhr machen wir in der Raststätte eine Kaffeepause. Inzwischen ist die Temperatur auf 20° C gestiegen und wir können draussen sitzen.
In herbstlich bunter Landschaft fahren wir auf den Grossen St. Bernard. Wir haben eigentlich mit mehr Verkehr gerechnet, da der Mont-Blanc Tunnel gesperrt ist. Oben angekommen müssen wir für den Camper CHF 48.50 bezahlen. Das nächste Mal könnten wir auch über den Pass fahren, müssten dann allerdings mehr Zeit einrechnen.
Den Campingplatz Mombarone in Settimo Vittone finden wir nicht auf Anhieb, da die Einfahrt etwas versteckt ist. Wir können unseren Platz selber aussuchen. Gegen Abend kommt eine Gruppe Holländer, die ihre Zelte neben uns genau auf der Grenze aufbauen. Sie sind relativ ruhig. Wir benutzen das Sanitärgebäude, das etwas weiter weg ist und das wir als angenehmer empfinden. Die Anlagen im Haupthaus beinhalten Dusche, WC und Lavabo im selben Raum und liegen gleich neben der Rezeption.
Sonntag, 12. Oktober 2025
Am Morgen kommen einige Windböen, die unser Vorzelt flattern lassen. Es ist nicht richtig verstrebt. Nach dem Frühstück und Abwasch machen wir unsere Walking Runde. Wir laufen auf der Via Francigena – einem historischen Pilgerweg, der von Canterbury in England über Frankreich und die Schweiz nach Rom führt. Der Weg führt auf alten Römerstrassen verwinkelt durch kleine Dörfchen. Das Wetter ist angenehm war, aber bewölkt und leicht windig.
Den Nachmittag verbringen wir gemütlich beim Camper, bis es Zeit zum Kochen ist.
Montag, 13. Oktober 2025
Heute fahren wir auf der Autobahn bis Genua. Nach 13 Uhr treffen wir beim Campingplatz Mare Monti in Sestri Levante in einer hügeligen Lage ein. Das Mittelmeer ist rund 2 km entfernt. Wir können unseren Stellplatz beziehen und später einchecken. Nach einer Pause fahren wir mit unseren Trottis hinunter ans Meer. Der Strand ist sandig mit gröberen Kieselsteinen. Das Ufer fällt sanft ab. Das Wasser ist klar und über 20° warm. Nach einem erfrischendem Bad lassen wir uns trocknen und fahren zurück zum Campingplatz. Unterwegs ruft uns eine Polizistin zu, dass wir keine Helme tragen. Unsere Recherchen ergeben, dass seit Ende 2024 in Italien Helmpflicht für E-Fahrzeug besteht.
Dienstag, 14. Oktober 2025
Das Frühstück können wir draussen geniessen. Es ist bereits 9:30 Uhr. Am Nachmittag fahren wir erneut mit dem Trottis ans Meer. Obwohl es eine Busse von 50 Euro geben könnte.
Am Abend ist es frisch, da keine Sonne auf den Platz scheint. Trotzdem essen wir draussen.
Mittwoch, 15. Oktober 2025
Weiter geht die Fahrt auf der Autobahn bis Florenz. Unterwegs sehen wir in der Region Carrara die weissen Steinbrüche des Marmors in der Ferne.
Wir verlassen die Autobahn, um in einem grösseren Geschäft (Conad) einzukaufen. Die meisten Lebensmittel haben wir von zu Hause mitgenommen, deshalb kaufen wir nur frische Sachen wie Salat und Trinkwasser. Trotzdem bezahlen wir am Schluss über 117 Euro.
Das Thermometer zeigt bis 25° Aussentemperatur an. Gegen 14:15 Uhr treffen wir beim hu Camping in town ein. Wir müssen ein Ticket ziehen und relativ lange warten bis wir einchecken können. Unser Stellplatz misst etwas 100m2 ist jedoch lang und schmal.
Donnerstag, 16. Oktober 2025
Das gestern gekaufte Brot enthält kein Salz; es ist ideal um es mit Olivenöl zu tunken. Deshalb holen wir heute ein Baguette.
Wir kaufen 4 Bustickets à 1.70 Euro und warten mit vielen anderen Leuten an der Bushaltestelle nach Florenz. Beim Dom steigen wir aus und besichtigen den Dom mit seiner Kuppel. Unterwegs kehren wir in eine Trattoria ein und bestellen zwei Pizzen. Danach spazieren wir über die Ponte Vecchio zum Boboli-Garten. Eine riesige Anlage, in der man stundenlang flanieren könnte. An einem Ende des Parks verlassen wir ihn und laufen zum Piazza Michale Angelo hinauf, wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Hier gibt es endlich eine Bar to go, wo wir uns einen Kaffee und zwei Kugeln Eis gönnen.
Danach nehmen wir den Bus Nr. 12 Richtung Zentrum. Unterwegs müssen wir umsteigen und warten ziemlich lange bis ein Bus kommt. Der Bus 14B fährt nicht zum Camping also warten wir weiter. Mit dem Bus 14L fahren wir wenigstens in die richtige Richtung, doch ist Endstation. Wir müssen nicht lange auf Bus 14A warten – der gleich doppelt um die Ecke biegt. Die Pizza vom Mittag liegt uns noch im Magen, weshalb wir das Nachtessen nur auf Salat uns Spiegeleier begrenzen.
Freitag, 17. Oktober 2025
In der Nacht hat sich ein Camper auf unsere Parzelle gestellt, ohne zu fragen. Am Morgen ist er dann zeitig verschwunden.
Heute geht es weiter nach Verona. Baguette kaufen – frühstücken – verräumen – abfahren. Um 10:20 Uhr fahren wir los. Wieder alles Autobahn.
Die Strecke führt durchs Gebirge. Als wir auf dem Camping Verona Village ankommen, wirkt er wie ausgestorben. Mit der Karte gehen wir zuerst duschen. Danach planen wir die Stadtbesichtigung von Verona.
Samstag, 18. Oktober 2025
Wir kaufen Bustickets und warten auf den Bus. Irgendwann – auf jeden Fall nicht nach Fahrplan – kommt der Bus. Die Fahrt ins Zentrum dauert rund 20 Minuten.
Zuerst fahren wir mit der Funiculare hinauf zum Castel San Pietro, wo man einen tollen Blick über die Stadt hat . Auf dem Piazza Erbe sind zahlreiche Marktstände aufgebaut.
Bei der Arena essen wir diesmal eine deutlich bessere Pizza und das Fleisch mit Antipastigemüse schmeckt ausgezeichnet. Zwischen den Sehenswürdigkeiten stöbern wir durch die Geschäfte. Nach der Besichtigung der Ponte Castelvecchio gehen wir zur Bushaltestelle. Kurz darauf kommt unser Bus.
Nach dem Abendessen räumen wir bereits Tisch und Stühle ein. In der Nacht würden sie ohnehin nur feucht. Wir werden sie vor dem nächsten Frühling nicht mehr brauchen.
Die Idee, am nächsten Morgen zeitig loszufahren und unterwegs zu frühstücken, verwerfen wir, da uns die wenigen Rastplätze schmutzig und ungemütlich wirken.
Sonntag, 19. Oktober 2025
Bis wir alles verräumt und gefrühstückt haben, ist bereits 9 Uhr geworden. Die Zufahrt zur Autobahn ist durch die Polizei gesperrt. (Heute wird eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft.) Mit dem Navi suchen wir die nächste Auffahrt. Durch die Verwirrung und das Verkehrsaufkommen, verpassen wir die richtige Autobahn und fahren Richtung Gardasee. Ein Umweg von etwa 30 Minuten. Durch Milano gibt es keine grösseren Schwierigkeiten.
Bei Chiasso am Zoll stockt der Verkehr, weil alle im Schritttempo die Grenze passieren müssen. Danach rollt es wieder normal.
Vor dem Gotthard erscheint die Meldung: 70 Minuten durch den Tunnel; 60 Minuten über die Passstrasse. Wir fahren bei Quinto ab der Autobahn. Kurz vor der Passhöhe schleicht ein Car im Schritttempo den Berg hinauf. Leider lässt er die Kolonne auch auf der Passhöhe nicht vorbei. Bis Göschenen muss die lange Autokolonne hinterherfahren.
Auf der Autobahnraststätte Gotthard sehen wir denselben Car wieder. Es hat uns zu viele Leute und wir kaufen nur ein Sandwich und fahren weiter. Kaffee haben wir an Bord.
Wir fahren bis Grauholz, um das Grauwasser zu entleeren. Dann geht es Richtung nach Hause, wo wir um 18 Uhr eintreffen.
- Datum
- 11.10.2025
- 13.10.2025
- 15.10.2025
- 17.10.2025
- 19.10.2025
- 19.10.2025
- Tacho-Stand bei Abfahrt
- 17’611 km
- 17’855 km
- 18’098 km
- 18’298 km
- 18’537 km
- 19’106 km bei Ankunft
- Wetter
- 10 ° C bewölkt
- 14 ° C schön
- 21 ° C schön
- 19 ° C schön
- 12 ° C bewölkt
- 11,5 ° C bewölkt
















































































































































